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Warum Säuglingsbeschneidung angeblich nicht so schlimm ist

Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter hat Intaktivist Ali Utlu Bilder einer Einrichtung gezeigt, auf der – insbesondere in den USA – männliche Säuglinge bei der Beschneidung gefesselt werden (Circumstraint):

Der überwiegende Teil der Leser war mit Recht empört, was dort zu sehen war. Nur ein Twitterer hatte damit kein Problem, denn:

Wenn die Welt denn nur so einfach wäre, denn auch für einen Säugling ist dies eine sehr traumatische Erfahrung.

One Direction – weg!

Die einzig richtige Richtung hat Harry Styles von der britisch-irischen Boygroup One Direction eingeschlagen, als ihn seine Freundin, US-Star Taylor Swift, wiederholt aufforderte, sich beschneiden zu lassen:  

Er hat sie verlassen.

Styles setzt damit ein Beispiel für alle Jungen und Männer, die wegen ihrer natürlichen, intakten Genitalien unter Druck gesetzt oder verhöhnt werden:

Nicht ihr seid im Unrecht, nicht an euch ist etwas falsch!

Ihr habt ein Recht auf euren intakten Körper und auf alles, was euch eure Vorhaut bieten kann!

Wenn jemand damit nicht klar kommt, dann hat er/sie das Problem!

Wehrt euch!

Genauso erfreulich wie Styles’ Schritt sind die Kommentare zu dem Bericht auf der Webseite ShowbizSpy: Obwohl es sich um eine amerikanische Webseite handelt und in den USA sowohl Beschneidung als auch Vorurteile über die Vorhaut noch weit verbreitet sind, stellen sich praktisch alle Leser hinter Harry Styles und kanzeln Taylor Swift als oberflächlich und ignorant ab.

Weltweit ist etwas in Bewegung, und diese Bewegung geht nur in eine Richtung: Weg von Beschneidung!

Danke, Van Lewis!

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate – im vergangenen Oktober verstarb der Arzt John R. Taylor, Autor mehrerer wissenschaftlicher Artikel über die Anatomie der Vorhaut und Entdecker des gefurchten Bandes – hat die internationale Gemeinschaft der Intaktivisten einen schweren Verlust zu beklagen: Am 06.06.2011 starb Van Lewis mit 68 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit in seiner Heimatstadt Tallahassee, Florida.

Vans Leben war dem unermüdlichen, aufopfernden und mutigen Kampf für genitale Unversehrtheit von Jungen gewidmet:

Bereits im Dezember 1970, zu einer Zeit, als die Beschneidungsrate in den USA sich noch auf ihren Höhepunkt zubewegte und an NOCIRC und einen organisierten Widerstand gegen den Beschneidungswahn noch nicht zu denken war, protestierten Van und sein Bruder vor dem örtlichen Krankenhaus in Tallahassee mit provokanten Plakaten wie “Säuglingsbeschneidung ist ein Sexualverbrechen” gegen die Verstümmelung von Neugeborenen – und landeten dafür im Gefängnis.

In den folgenden vier Jahrzehnten demonstrierte er immer wieder auf der Straße, verteilte Flyer und zwang so die Menschen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Er trug auch dazu bei, die öffentliche Krankenkasse in Florida zu überzeugen, Säuglingsbeschneidung nicht mehr zu bezahlen.

Im Internet initiierte Van die internationale “Ashley Montagu Resolution and Petition” zur Beendigung von Genitalverstümmelung von Kindern weltweit, die derzeit über 4.000 Unterzeichner aus aller Herren Länder hat.

Marilyn Milos, Gründerin von NOCIRC, charakterisiert ihn als “extrem sanftmütigen Mann, der grimmig wird, wenn es darum geht, Babys zu beschützen”.

In diesem YouTube-Video kann sich jeder selbst ein Bild von Van Lewis machen.

Wir fühlen mit Vans Angehörigen und wünschen ihnen viel Kraft in dieser schweren Zeit.

Auch die internationale Intaktivisten-Gemeinschaft muss diesen Verlust erst verkraften. Ohne Van wären wir nicht da, wo wir heute sind. Wir werden sein Andenken wahren und ehren, indem wir die Arbeit für genitale Unversehrtheit und Selbstbestimmung aller Menschen fortsetzen.

Danke für alles, Van!

Mario Viera: Beschnitten gegen Elternwillen – Namenspate für neues Gesetz?

Obwohl die Raten für routinemäßige Säuglingsbeschneidung in den USA stark zurückgegangen sind – vor einigen Wochen wurde von einem Rekordtief von nur 33 % im Jahr 2009 berichtet – gehört sie für viele amerikanische Mediziner nach wie vor automatisch zur Geburt eines Jungen dazu. Deswegen ist es für viele gegen Beschneidung eingestellte Eltern eine Horrorvision, dass der neugeborene Sohn im Krankenhaus ohne ihre Einwilligung und gegen ihren Willen beschnitten wird.

Dieser Alptraum ist jetzt für eine Familie aus Florida Wirklichkeit geworden.

Vera Delgado und ihr Sohn Mario

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Buben-Beschneidung boomt in Österreich, nicht aber in den USA

So einfach könnte man einen Artikel der oberösterreichischen Nachrichten zusammenfassen.

Natürlich werden auch von den Österreichern wieder sämtliche Klischees bedient, seien sie noch so falsch oder gar albern. So wird etwa behauptet, in Afrika seien rund 90 Prozent der männlichen Bevölkerung unabhängig von der Religionszugehörigkeit ohne Vorhaut. Eine stolze Zahl, für die es natürlich keinerlei Belege gibt.

So wird etwa die Leiterin der Kinderurologie der barmherzigen Schwestern in Linz zitiert, wonach Eltern einem solchen Eingriff immer aufgeschlossener gegenüberstünden. Wider dem gesunden Menschenverstand ist hier gar von einer Indikation aus hygienischen und präventiven Gründe die Rede. Eine medizinische Indikation ist das nämlich nicht. Besonders barmherzig handeln die Schwestern dort alsoin Zeiten von Wasser und Seife nicht.

Gleichzeitig gibt es Berichte, wonach die Beschneidungsrate in den USA stark rückläufig sein soll. Eine komische Welt. Was ist nur bei unseren südlichen Nachbarn los?

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