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Tag Archives: Gesetz

Alles hat seinen Preis…

Die Beschlüsse des Bundestages am 12. Dezember

Die Verlierer:

Alle Jungen, deren Grundrechte preisgegeben wurden.
Alle Kinder, deren Rechte relativiert und damit angreifbar gemacht wurden.
Alle liberal und fortschrittlich eingestellten Muslime und Juden, die fortan unter noch größerem sozialen Druck stehen werden.

Die Kollateralschäden:

Die Menschenrechte.
Das Grundgesetz.
Der Rechtsstaat.
Die Unantastbarkeit der Menschenwürde.
Der Gleichbehandlungsgrundsatz.
Das Vertrauen in eine demokratische und transparente Gesetzgebung.
Der Glauben an eine freie, unabhängige Presse.
Das Ansehen des organisierten Judentums.

Die Sieger:

Dogmatische, rückwärtsgewandte Auslegungen von Judentum und Islam.

Wie hoch dieser Preis wirklich ist, das wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen.

Wegweisende Filmpremiere

Die Giordano-Bruno-Stiftung kündigte am heutigen 21.11.2012 auf ihrer Webseite eine Filmpremiere an, die in der Beschneidungsdebatte wegweisend sein könnte:

“Zeit für einen historischen Wandel in Sachen Beschneidung”

gbs präsentiert britischen Film “It’s a boy!” erstmals in Deutschland

Berlin. Am kommenden Montag (26.11.2012) tagt der Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages zum umstrittenen Gesetzentwurf über die medizinisch nicht indizierte Knabenbeschneidung. Wenige Tage zuvor präsentiert der AK Kinderrechte der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) die von der Kritik gefeierte Channel-4-Dokumentation “It’s a boy!“ des jüdischen Filmemachers Victor Schonfeld erstmalig in Deutschland. Zudem erhalten die deutschen Bundestagsabgeordneten die Gelegenheit, den Film exklusiv im Internet zu sehen. “Es soll niemand behaupten können, nicht gewusst zu haben, worüber er entscheidet“, meint gbs-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon.

Weiterlesen bei der gbs: http://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/schonfeld-itsaboy-beschneidung

Der Film auf der Videoplattform realeyz (Stream für 1,90 €, Download für 4,90 €): http://www.realeyz.tv/de/its-a-boy.html

Grundgesetzänderung: Der neue Artikel 1

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

(4) Die Definition von Menschen gemäß der vorstehenden Absätze (1) und (2) sowie die Zuerkenntnis von Grundrechten nach Absatz (3) umfasst nicht minderjährige Jungen, deren Eltern oder einzelne Elternteile jüdischen oder muslimischen Glaubens, afrikanischer, nordamerikanischer, australischer, neuseeländischer, britischer, südkoreanischer, philippinischer, polynesischer oder melanesischer Herkunft sind oder aus beliebigen anderen, nicht aus Religion oder Herkunft herzuleitenden, Gründen eine Genitalbeschneidung ohne medizinische Notwendigkeit durchführen lassen möchten.

(Dies ist ein satirischer Beitrag. Das Kabinett hat keine Grundgesetzänderung auf den Weg gebracht, sondern lediglich ein Gesetz zur Legalisierung von Jungenbeschneidung, das in der Konsequenz auf diese Grundgesetzänderung hinausläuft. Es macht Jungen zum Freiwild elterlicher Beschneidungswünsche, während keinerlei Kontrolle der daran geknüpften, ohnehin schon minimalen und windelweichen Bedingungen vorgesehen ist.)

Briefaktion zum Beschneidungsgesetz

Die deutsche Bundesregierung hat angekündigt, kurzfristig eine gesetzliche Regelung zur dauerhaften Legalisierung religiöser Zwangsbeschneidungen von Kindern zu erlassen (siehe z.B. hier: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundesregierung-will-straffreiheit-fuer-beschneidungen-a-844273.html).

Wer damit nicht einverstanden ist, muss jetzt schnell handeln!

Phimose-Info Deutschland ruft daher zu einer Briefaktion auf: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck sollen möglichst schnell möglichst viele Briefe oder E-Mails von Bürgern oder Organsationen erhalten, die sich gegen diese Legalisierung aussprechen. 

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