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Category Archives: Religion

Der ganze Stolz der Väter

Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) sendet heute (7. Oktober 2009) um 15.15 Uhr eine Dokumentation über eine Zugfahrt ans Ende Europas und dort – Am Ende Europas – gibt es natürlich etwas zu berichten:

in einer türkischen Kleinstadt kündigen die stolzen Väter in einem hupenden Autokorso die Beschneidung ihrer acht- bis zehnjährigen Söhne an.

So ganz nach dem Motto, “denn sie wissen nicht was sie tun”.

Der in der Vorschau abgebildete Sohn sieht dagegen – in Erwartung der zu erwartenden grausamen Verstümmelung – alles andere als stolz aus.

Désirée Nick und “Pro Reli”

Reliöse Eiferer sind immer schnell zur Stelle, wenn Sie meinen, eine Plattform für die Bekehrung “Ungläubiger” zu finden, oder auch dann, wenn es “nur” darum geht, dass Schüler weniger über Werte und Traditionen anderer Religionen oder Kulturen erfahren soll.

So erging es auch der Entertainerin Désirée Nick, selbst ehemalige Religionslehrerin. Nun hatte die Kampagne “Pro Reli” bei ihr angeklopft, in der Hoffnung, Nick würde sie bei dem Volksbegehren zur Umwandlung des Pflichtschulfaches Ethik in ein Wahlpflichtfach unterstützen. Dies schien auch zunächst funktioniert zu haben, Nick gab zu, sie sei auf die “Bauernfangparolen” von Pro Reli hereingefallen. Die Organisation soll gegenüber Frau Nick wahrheitswidrig behauptet haben, der Berliner Senat wolle den Religionsunterricht abschaffen.

Désirée Nick befürwortet nunmehr wieder das bisherige “Berliner Modell”, wonach der Religionsunterricht nie ordentliches Schulfach sondern -schon immer – ein freiwilliges Angebot der Religionsgemeinschaften war, für das die Schulen nur Unterrichtsräume und Unterrichtszeiten zur Verfügung stellen. Etwa 36%der Schüler nimmt das Angebot von Religionsgemeinschaften wahr, insbesondere in den unteren Jahrgängen. Daneben gibt es noch ein Unterrichtsangebot des Humanistischen Verbsands Deutschlands.

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    Herzlichen Glückwunsch, Gabriel Asher…

    … zum ersten Monat auf dieser Welt und zu Deinen klugen, aufgeklärten und mutigen Eltern!

    Kleiner Dialog zwischen Vater und Sohn:

    Vater: “Sohn, wie denkst Du darüber, beschnitten zu werden?”

    Sohn:   

    Vater: “In Ordnung, wir werden Dir das nicht antun.”

    Sohn:   

    Gabriel Asher – diese Namen bedeuten “Stärke” und “Glück” – wurde am 22.12.2008 in Colorado / USA nach zwei Töchtern als erster Sohn von Raquel Lazar-Paley und Jacob Hans geboren.

    Seine Eltern schrieben im Blog auf der Webseite der Organisation “Conscious Woman” (“Die bewusste Frau”), deren Vorsitzende Raquel ist:

    “Gabriel Asher wird das erste männliche Kind in unserer über viele Generationen bestehenden jüdischen Familie sein, das intakt bleibt.”

    Nachdem sie dies bekanntgegeben hatten, erhielten sie viele Nachrichten, die ihnen zu dieser Entscheidung gratulierten. Auch Raquels Eltern unterstützen diesen für jüdische Eltern nach wie vor ungewöhnlichen und Mut erfordernden Schritt. Und in Israel lebende Verwandte und Freunde signalisierten, dass eine Beschneidung – oder Brit Milah – auch dort heutzutage kein absoluter Automatismus nach der Geburt eines Jungen mehr ist.

    Danke, Raquel und Jacob, dass ihr der Welt offen zeigt, dass man jüdisch sein kann und seinem Sohn dieses irreversible körperliche Mal mit all seinen Nebenwirkungen ersparen kann, um ihm seine vollständige, naturgegebene Sexualität und das Selbstbestimmungsrecht über seinen Körper und seine Religion zu erhalten!

    Vielleicht finden andere zweifelnde, sich allein und von Familie, Gemeinschaft und Jahrtausenden unter Druck gesetzt fühlende Eltern durch euer Beispiel den Mut, ihren Herzen zu folgen.

    Informationen und Unterstützung für jüdische Eltern:

    Jewish Circumcision Resource Center von Dr. Ronald Goldman (Psychologe) – Englisch

    Jews against Circumcision – Englisch

    Zelebranten für das Ersatzritual “Brit Shalom” (weltweit / in Europa) – Englisch

    Kahal (Gruppe von Eltern intakter Jungen in Israel) – Hebräisch, Englisch, Russisch

    “Cut” (Film von Eliyahu und Pennie Ungar-Sargon) – Englisch

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      USA: Schadensersatz wegen Falschinformation zum Beschneidungsstatus

      Ein amerikanischer Mann klagt in New York gegen das “Central Europe Center for Research & Documentation” auf die Feststellung, ihm würde Schadesersatz zustehen. Er bedründet seine Klage damit, dass die Forscher in einer Veröffentlichung seine Mutter dahingehend zitiert haben, er wäre nicht beschnitten. Aus diesem Zitat, so behauptet er, ist ihm ein Schaden entstanden, den er jetzt ersetzt haben möchte.

      Gibts nicht? Gibts doch!

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        Militante Moslem-Gruppe kämpft gegen Aufsatz im Ärzteblatt

        Die medizinisch nicht indizierte, sondern aus rein religiösen Motiven der Eltern durchgeführte Beschneidung von Jungen hat einen Streit zwischen der militanten Vereinigung Milli Görüs und dem ‘Deutschen Ärzteblatt’ geführt.

        Schon vor Monaten wiesen die Autoren, die Ärzte Hans-Georg Dietz und Maximilian Stehr sowie der Jurist Holm Putzke, auf die unklare Rechtslage bei solchen Eingriffen hin, Phimose-Info Deutschland berichtete hierzu mehrfach.

        Engin Karahan, Mitglied von Milli Görüs, meint dagegen, den Autoren fehle es “an jeglichem Verständnis für religiöse Bedürfnisse”. Dies hingegen lässt der Jurist Holm Putze nicht gelten, denn die Bedürfnisse der Kinder dürften schwerer wiegen, als religiöse Wertevorstellungen der Eltern.

        Insbesondere weist der Autor jedoch darauf hin, dass er in dem Aufsatz lediglich gegenüber Ärzten die Empfehlung ausgesprochen hat, bis zur endgültigen juristischen Klärung der Frage der Zulässigkeit derartiger Eingriffe, religiös motivierten Beschneidungswünschen nicht nachzukommen. Diese Empfehlung soll auch nach Phimose-Info Deutschland vorliegenden Informationen seitens der Klinikärzte begrüsst worden sein. Auch müsse an, so Putzke, “als Wissenschaftler seine Gedanken frei äußern und religiöse Traditionen hinterfragen dürfen”.

        Karahan dagegen weist darauf hin, dass bei ihm angeblich ständig verzweifelte Eltern anriefen, die keinen Arzt fänden, die den Eingriff vornehmen würden. Daher helfen sich Eltern angeblich “anders” und es käme zu Pfuschereien. Auch sei Putzkes Interesse an dem Thema angeblich nicht wissenschaftlicher Natur, es ginge ihm einseitig darum, den Islam zu kritisieren.

        Deutsche Verfasungsschutzorgane werfen Millî Görüs eine “ideologisierte Interpretation“ des Islams vor. Ziel sei es, “die weltliche Ordnung zu überwinden und durch ein islamisches Gemeinwesen zu ersetzen. Funktionäre von Milli Görüs dürfen gemäß eines Beschlusses des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim wegen „Demokratiegefährdung“ nicht nach Deutschland eingebürgert werden. Grund hierfür sollen neben Antisemitismus auch der Islamismus sein, so habe ein Funktionär der Organisation die Islamisierung Europas durch muslimische Einwanderung angedeutet.

        Sachliche Argumente, die gegen die Auffassung, die Beschneidung einwilligungsunfähiger Jungen ohne Vorliegen einer medizinischen Indikation könne als gefährliche Körperverletzung strafbar sein, hat die Oganisation bislang nicht vorgebracht.

        Umfrage, ob Beschneidungsrituale an Kindern ausdrücklich verboten werden sollten, bei ZEIT.DE

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