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Category Archives: Religion

Briefaktion zum Beschneidungsgesetz

Die deutsche Bundesregierung hat angekündigt, kurzfristig eine gesetzliche Regelung zur dauerhaften Legalisierung religiöser Zwangsbeschneidungen von Kindern zu erlassen (siehe z.B. hier: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bundesregierung-will-straffreiheit-fuer-beschneidungen-a-844273.html).

Wer damit nicht einverstanden ist, muss jetzt schnell handeln!

Phimose-Info Deutschland ruft daher zu einer Briefaktion auf: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Joachim Gauck sollen möglichst schnell möglichst viele Briefe oder E-Mails von Bürgern oder Organsationen erhalten, die sich gegen diese Legalisierung aussprechen. 

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“Es gibt keine Komplikationen”

In Massachussetts wurde einem 8 Tage alten Säugling bei einer jüdischen Brit Milah-Zeremonie von einem Mohel mit medizinischer Ausbildung ein Teil der Eichel abgetrennt.

In Haifa wurde ein 8 Tage alter Säugling ins Krankenhaus eingeliefert und notoperiert, nachdem der Mohel ihm ein Drittel seines Penis abgeschnitten hatte.

Im Blog von Anne Will schreibt ein Journalist, der 7 Jahre in Israel gelebt hat, dass es immer wieder Berichte von (mehr als beabsichtigten) Verstümmelungen gab, das Rabbinat in Jerusalem jedoch oft versuchte, diese Fälle zu vertuschen.

Was nicht sein darf, darf eben nicht sein.

Ist aber doch!

Israel: Säkulare Familien beschneiden immer seltener

Gestern abend in der Talkshow von Anne Will erklärte Rabbi Yitshak Ehrenberg im Brustton der Überzeugung, dass alle Juden, sogar die säkularsten, die niemals eine Synagoge betreten, dennoch die Beschneidung praktizieren.

Bereits am Dienstag hatten allerdings die Israel National News berichtet, dass die Zahl der säkularen Israelis, die ihre Söhne nicht beschneiden lassen, besorgniserregende Ausmaße angenommen hat.

“Neben den körperlichen Aspekten der Brit Milah, die Eltern natürlicherweise belastend finden, wissen wir, dass insbesondere säkulare Paare die Rituale, die mit diesem Prozess verbunden sind, verwirrend und befremdlich finden,” wird ein Sprecher der Organisation zitiert, die der Entwicklung nun gegensteuern soll.

Belastend, verwirrend, befremdlich.

Offensichtlich ist es so, dass die negativen Seiten der Beschneidung auch jüdischen Eltern nahegehen und sie sie keinesfalls als “Geschenk” sehen, wenn sie erst einmal nicht mehr durch die von Rabbi Ehrenberg repräsentierten autoritär-aufklärungsfeindlichen Glaubensdogmen davon abgehalten werden, hinzusehen, selbst zu denken und sich eine eigene Meinung zu bilden.

Vielleicht dachten ja gestern abend auch einige deutsche, liberale, progressive oder säkulare Juden: “Wir sind nicht, wie Rabbi Ehrenberg es darstellt, er spricht nicht für uns.”

Lieber Herr Kilic,

der Politik haben Sie in Ihrem Interview mit der Stuttgarter Zeitung den notwendigen Mut abgesprochen, das Problem mit der Jungenbeschneidung zu lösen.

Ihnen möchte ich aber hiermit sagen, dass Sie sehr viel Mut beweisen mit der Bereitschaft, die Beschneidung ihrer beiden kleinen Söhne zu überdenken. Ich wünsche mir, dass sie auch die noch größere erforderliche Menge Mut (und die Einigkeit mit Ihrer Frau) finden, die Entscheidung tatsächlich den Jungen zu überlassen.

Aber auf jeden Fall: Vielen Dank!, dass Sie die Stimme der Vernunft erhoben und gezeigt haben, dass es in dieser Debatte eben nicht nur Schwarz und Weiß gibt und Muslime durchaus Möglichkeiten für vom Kind her gedachte Kompromisse finden können.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte…

Und gleich nochmal unsere Nachbarn im Nordwesten:

Die niederländische Zeitung “De Volkskrant” hat am 04.07.2012 einen Artikel des jüdischen Publizisten Yoram Stein veröffentlicht, der Jungenbeschneidung verteidigt und rechtfertigt. So weit, so gewöhnlich.

Der Inhalt des Artikels wurde allerdings konterkariert durch das begleitende Bild, das für einen entsetzten Sturm der Entrüstung sorgte.

Dabei tut es nichts weiter, als unbeschönigt und eindeutig an einem Beispiel aus Marokko zu zeigen, was Beschneidung wirklich bedeutet:

Beschneidung ist blutig.

Beschneidung ist Machtausübung.

Beschneidung ist der blanke Horror für das Kind.

Betrachten auf eigene Gefahr.

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