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Warum Säuglingsbeschneidung angeblich nicht so schlimm ist

Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter hat Intaktivist Ali Utlu Bilder einer Einrichtung gezeigt, auf der – insbesondere in den USA – männliche Säuglinge bei der Beschneidung gefesselt werden (Circumstraint):

Der überwiegende Teil der Leser war mit Recht empört, was dort zu sehen war. Nur ein Twitterer hatte damit kein Problem, denn:

Wenn die Welt denn nur so einfach wäre, denn auch für einen Säugling ist dies eine sehr traumatische Erfahrung.

Hilfsmittel zu Vorhautrekonstruktion und Co.

Was eine Phimose ist, wissen regelmäßige Leser dieses Portals in der Regel schon ganz genau, eine genaue Definition sollte an dieser Stelle jedoch nicht fehlen. Eine Phimose liegt etwa nach der Leitlinie der deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie dann vor bei

Unmöglichkeit der atraumatischen Retraktion des Präputium über die Glans infolge einer Fibrose oder Vernarbung der Präputium-Öffnung.

Einfacher ausgedrückt liegt eine Phimose also dann, wenn sich die Vorhaut nicht oder nur unter Schmerzen über die Eichel zurückschieben lässt und der Grund der Unmöglichkeit des Zurückschiebens nicht in einer Verklebung der Vorhaut mit der Eichel begründet liegt.

Häufig wird eine vermeintliche Phimose auch dann diagnostiziert und operiert, wenn die genannten Voraussetzungen nicht vorliegen, die Haut schlicht eng aussieht oder ganz andere Probleme schildern, die eine andersartigen Behandlung bedürften. Auch ist es so, dass eine vorliegende Phimose gerade im Kindesalter nur sehr selten operativ behandelt werden muss. Das ist bekannt, aber die hohen Zahlen von Operationen an der Vorhaut kleiner Jungen sprechen eine andere Sprache.

Viele Jungen und Männern leiden unter dem womöglich sogar aufgezwungenem Operationsergebnis. Für diese Männer werden wir in Kürze eine Übersicht über die Möglichkeiten der Vorhautrekonstruktion erstellen. In den USA wird geschätzt, dass bereits eine 6stellige Zahl an Männern den Prozess einer Vorhautrekonstruktion hinter sich haben.

Andere Männer dagegen leiden unter einem tatsächlich oder vermeintlich unterdurchschnittlich langem Penis. Diesen Männern sei das Internetportal Penisvergrössern.com der Münchener Firma KESK Solutions empfohlen, die hierfür mehrere Möglichkeiten vorstellt, mehr zum Thema Penisvergrösserung gibt es also hier.

Ik ben weigeruroloog!

Nicht nur in Deutschland tut sich dieser Tage einiges, was den Schutz der genitalen Unversehrtheit von Jungen betrifft.

In Rotterdam fand in der vergangenen Woche ein Symposium der Königlich-Niederländischen Ärztevereinigung KNMG zum Thema Jungenbeschneidung statt – zur Erinnerung: die KNGM hatte 2010 ein hervorragendes beschneidungskritisches Positionspapier herausgegeben.

Ein junger Urologe nahm das Symposium zum Anlass für einen Blogeintrag, in dem er schließt:

“Wir sind keine Politiker. Wir sind Ärzte. Als Ärzte sollten wir sagen: Tut es nicht. Verbietet es. Basta. Und bis dahin bin ich ein selbsternannter ‘weigeruroloog’.”

Schon nach wenigen Tagen hatten sich zahlreiche niederländische Ärzte ebenfalls als ‘weigeruroloog’ bekannt.

Unabhängig von der weiteren Entwicklung nach dem “Kölner Beschneidungsurteil” können auch deutsche Ärzte ein kraftvolles Zeichen zum Schutz der Kinder setzen, indem sie religiöse und sonstige nicht-therapeutische Beschneidung aus Gewissensgründen verweigern.

Neben den “Verweigerurologen” sind natürlich auch “Verweigeranästhesisten”, “Verweigerschwestern” und “Verweigerpfleger” gefragt.

Liebe Mediziner, lasst Politiker, Medien und Verbände spüren, wie nutzlos ihre Schalthebel der Macht sind, wenn sich die Menschen an der Basis dagegen anstemmen!

Sie machen es sich zu einfach – Antidiskriminierungsstelle zu Jungenbeschneidung

Der Femokratieblog hat es gewagt, er hat die Antidiskriminierungsstelle des Bundes gebeten, darzulegen, warum weibliche Beschneidung als Genitalverstümmelung unter Strafe gestellt werden soll, für die männliche Genitalverstümmelung jedoch keine über die Körperverletzung hinausgehende Regelung geplant ist.

Die Begründung der Antidiskriminierungsstelle ist – wie zu erwarten war – dünn.

Zwar werden Tatbestände aufgezählt, unter welchen Bedingungen eine Einwilligung in eine Beschneidung männlicher Kinder nicht wirksam ist, in der Sache jedoch bleibt man vage.

“In der Regel erheblich schwerwiegendere gesundheitliche Folgen” habe die weibliche Beschneidung. Eine Einwilligung sei grundsätzlich sittenwidrig, so dass eine Einwilligung ausscheidet. Freud´sche Fehlleistung oder hat man einfach keine bessere Idee gehabt? Jedenfalls liefert die Antidisktriminierungsstelle eine Begründung dafür ab, warum es gerade keiner Sonderregelung für Frauenbeschneidung bedarf.

Und wie die Beschneidung von Jungen unter den austalischen Ureinwohnern oder im afrikanischen Busch aussieht, darüber verliert man am besten kein Wort, schließlich hat auch diese erheblich schwerwiegendere gesundheitliche Folgen als eine Operation in einem mitteleuropäischen Krankenhaus. Die extremste Form der weiblichen Beschneidung wird einfach mit der “sanftesten” Variante der männlichen Beschneidung verglichen.

Ganz zurecht kommt der Femokratieblog zu folgendem Schluss:

Ein Umdenken ist weit und breit nicht in Sicht. Wie soll das auch funktionieren, wenn sich sogar Männer bei der Beschneidung von Jungen den westlichen Standard vorstellen. Das Jungen ebenso grausam verstümmelt werden wie Mädchen, das wollen die meisten Menschen doch gar nicht wissen. Mit Erzählungen kommt man da nicht weiter, die haben nur die Bilder der weiblichen Genitalverstümmelung aus dem Fernsehen im Kopf. Solange aber Medien über männliche Genitalverstümmelung viel weniger berichten als über die weibliche, solange wird ein umdenken nicht möglich sein.

Zwangsbeschneidung ist wie eine Impfung

Die zwangsweise oder “routinemäßige” Beschneidung nichteinwilligungsfähiger Jungen beispielsweise im Säuglingsalter wird in weiten Telen Europas als unethisch angesehen. In den USA dagegen ist so etwas noch an der Tagesordnung, obwohl auch dort der Trend eindeutig ist und immer mehr Eltern ihre Söhne nicht auf derart grausame Art und Weise und ohne ausreichende Schmerzausschaltung verstümmeln lassen.

Gelegentlich findet man im Internet jedoch Menschen, die Vergleiche ziehen, die schlichtweg an der Realität vorbeigehen. Etwa der Vergleich zwischen Impfungen und verstümmelnden Eingriffen an den Penissen Neugeborener. Ihre Begründungen sind schwach, fehlerhaft, frei erfunden oder schlichtweg nicht vorhanden.

Dr. Brian Morris aus Australien ist so einer. In der Beschneidungsfetischisten-Szene sind seine “Ratgeber” für Eltern und Jugendliche sehr gefragt, ansonsten hört eigentlich niemand auf den Unsinn, den Herr Morris so verbreitet. Nur am Rande sei erwähnt, dass er nicht Doktor der Medizin ist, er ist Molekularbiologe.

Er philosophiert über das “richtige Alter” bei der Beschneidung und darüber, dass Eltern ja jedes Recht hätten, für ihre Kinder in solche unnötigen Eingriffe einzuwilligen, die rein ethisch mit Impfungen zu vergleichen sind.

Und schon sind wir beim Thema Impfungen. Diese sind wichtig, keine Frage. Aber der Kinderdoc ist bei Youtube auf ein Video gestoßen, dass so einige Fragen offen lässt. Die medizinische Assistentin bezeichnet er – durchaus zutreffend – als Metzgergehilfin und schon allein die Anzahl der unmittelbar aufeinanderfolgenden Impfungen als übertrieben.

Ich maße es mir totzdem nicht an zu behaupten, dass diese durchaus belastende Art des Impfens ethisch mit der Verstümmelung von Säuglingen vergleichbar ist. Letzteres ist nämlich eindeutig noch viel grausamer.

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