Samstag, 4. Februar 2012
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Category: Allgemein

Patient stirbt bei unnötiger OP – Arzt in U-Haft

Wer Phimose-Info Deutschland kennt, der kennt auch unnötige Operationen, schließlich sind die meisten Operationen an den Vorhäuten deutscher Jungen und Männer medizinisch nur schwer zu begründen. Ob es bei diesem Fall aus Wolfsburg auch um Operationen an der Vorhaut geht, ist noch nicht klar. Jedenfalls sitzt seit Freitag, dem 4. November 2011 ein Arzt in Untersuchungshaft, der Diagnosen erfunden haben soll um entsprechende Operationen mit den Krankenkassen abrechnen zu können. Einer seiner Patienten soll eine solche OP nicht überlebt haben.

Um welchen Arzt es sich handelt, wollen Staatsanwaltschaft und Polizei nicht verraten, die Presse fängt aber schon an zu spekulieren. Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen gießt etwas Öl ins Feuer und verrät, dass es wohl kein Allgemeinmediziner und auch kein Internist war.

Ich persönlich tippe einfach mal auf diesen Herrn.


Danke, Van Lewis!

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate – im vergangenen Oktober verstarb der Arzt John R. Taylor, Autor mehrerer wissenschaftlicher Artikel über die Anatomie der Vorhaut und Entdecker des gefurchten Bandes – hat die internationale Gemeinschaft der Intaktivisten einen schweren Verlust zu beklagen: Am 06.06.2011 starb Van Lewis mit 68 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit in seiner Heimatstadt Tallahassee, Florida.

Vans Leben war dem unermüdlichen, aufopfernden und mutigen Kampf für genitale Unversehrtheit von Jungen gewidmet:

Bereits im Dezember 1970, zu einer Zeit, als die Beschneidungsrate in den USA sich noch auf ihren Höhepunkt zubewegte und an NOCIRC und einen organisierten Widerstand gegen den Beschneidungswahn noch nicht zu denken war, protestierten Van und sein Bruder vor dem örtlichen Krankenhaus in Tallahassee mit provokanten Plakaten wie “Säuglingsbeschneidung ist ein Sexualverbrechen” gegen die Verstümmelung von Neugeborenen – und landeten dafür im Gefängnis.

In den folgenden vier Jahrzehnten demonstrierte er immer wieder auf der Straße, verteilte Flyer und zwang so die Menschen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Er trug auch dazu bei, die öffentliche Krankenkasse in Florida zu überzeugen, Säuglingsbeschneidung nicht mehr zu bezahlen.

Im Internet initiierte Van die internationale “Ashley Montagu Resolution and Petition” zur Beendigung von Genitalverstümmelung von Kindern weltweit, die derzeit über 4.000 Unterzeichner aus aller Herren Länder hat.

Marilyn Milos, Gründerin von NOCIRC, charakterisiert ihn als “extrem sanftmütigen Mann, der grimmig wird, wenn es darum geht, Babys zu beschützen”.

In diesem YouTube-Video kann sich jeder selbst ein Bild von Van Lewis machen.

Wir fühlen mit Vans Angehörigen und wünschen ihnen viel Kraft in dieser schweren Zeit.

Auch die internationale Intaktivisten-Gemeinschaft muss diesen Verlust erst verkraften. Ohne Van wären wir nicht da, wo wir heute sind. Wir werden sein Andenken wahren und ehren, indem wir die Arbeit für genitale Unversehrtheit und Selbstbestimmung aller Menschen fortsetzen.

Danke für alles, Van!


Ihre Beschneidung muss leider ausfallen

Der Niedergang eines einst so stolzen Krankenhauses wird immer offensichtlicher. Das Klinikum Steglitz im Südwesten Berlins hatte 1.200 Betten und 36 wissenschaftliche Einrichtung. Lange war es eine einzigartige und moderne Institution im Westteil der geteilten Stadt, zugleich der erste große Krankenhauskomplex Europas. Top-Modern sehen allerdings nur noch 3 Stationen aus, der Rest ist heruntergekommen.

In Zeiten knapper Kassen und nach der Fusion mit der Charité muss man knauserig sein und zahlt etwa dem Pflegepersonal monatlich 300 Euro weniger Gehalt als andere Berliner Krankenhäuser. Selbst Pförtner wurden zu Dumpinglöhnen von lediglich 5,55 Euro pro Stunde beschäftigt. Das wollen sich die Mitarbeiter jetzt nicht mehr gefallen lassen. Im “Facility Management” wird unbefristet gestreikt und selbst Notdienste sind nicht mehr gesichert. Dem Vernehmen nach bringen die dort noch arbeitenden Mitarbeiter (das Pflegepersonal hat den Streik ausgesetzt) mittlerweile sogar ihr Toilettenpapier von zu Hause mit.

Es brodelt an allen Ecken und Enden, nicht lebensnotwendige Operationen fallen aus und selbst auf den Intensivstationen klemmt es zeitweise.

Beschneidungen waren im ehemaligen Klinikum Steglitz und jetzigen Campus Benjamin Franklin in den letzten Tagen also eine Seltenheit. Im Rückblick wäre ich froh gewesen, wenn das Personal schon damals gestreikt hätte, als die Herrschaften es ohne gründliche Untersuchung und angemessene Aufklärung auf meine Vorhaut abgesehen haben. Leider hatten sie Erfolg und das Krankenhaus wird mir wohl zeitlebends schon wegen des anmaßenden Umgangs mit minderjährigen Patienten in schlechter Erinnerung bleiben. Aber jetzt sieht es fast so aus, als wäre das einst so stolze Krankenhaus bald Geschichte.


Beschneidungsweltrekord?

Die philippinische Stadt Marikina versuchte am 7. Mai 2011, einen Beschneidungsweltrekord aufzustellen. Auf einem “Beschneidungsfest” wurde das traditionelle Männlichkeitsritual als kostenlose und “sichere” OP angeboten.

Am Nachmittag waren bereits 1.500 Jungen im Alter von 9 Jahren und älter beschnitten worden und es warteten immer noch viele darauf, an die Reihe zu kommen.

Der Bürgermeister Jose Fabian Cadiz war daher zuversichtlich, dass sie es nach der Herstellung des größten Paars Schuhe im Jahr 2002 zum zweiten Mal ins Guinnessbuch der Rekorde schaffen würden: “Wir haben alles aufgezeichnet, um ihnen die Daten zu schicken und hoffentlich anerkannt zu werden.”

Dies sind die beeindruckenden Bilder (Link) der jungen Menschen, denen Schmerz, Blut, OP-Risiken, Verlust der körperlichen Unversehrtheit und lebenslang reduzierte Sexualität kein zu hoher Preis für einen Eintrag im Guinnessbuch sind.

Herr Cadiz hat seine Rechnung allerdings ohne das Bewertungsteam von Guinness World Records gemacht. Auf der offiziellen Webseite wird erklärt:

“Wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass eine Beschneidungsveranstaltung auf den Philippinen am vergangenen Samstag angeblich von Guinness World Records anerkannt wurde.

Guinness World Records möchte klarstellen, dass es unter keinen Umständen diese Art von ‘Rekordversuch’ beobachtet, billigt oder zur Kenntnis nimmt. Die Organisatoren haben keine Zustimmung von Guinness World Records, unsere Marke in Verbindung mit dieser Veranstaltung zu verwenden, und jede Behauptung, dass die Veranstalltung offiziell anerkannt wird, wird abgelehnt werden.”

Verdammt noch mal!

Yesss!

Endlich beweist jemand Eier gegen diesen Irrsinn, ob er nun unter dem Mäntelchen von Religion, Tradition oder Gesundheitsprophylaxe vor sich geht!


Vorhäute wegzaubern!

Die Ruander haben die eierlegende Wollmilchsau aller Beschneidungsinstrumente erfunden: Das PrePex-System. (Der Großbuchstabe steht wohl an der falschen Stelle, mehr Sinn macht PrepEx = Prepuce-Ex = Vorhaut-weg).

Das System funktioniert wie ein Elastrator, ein Gerät, das z.B. zum Coupieren von Lämmerschwänzen – und perverserweise auch zur Kastration von Tieren – eingesetzt wird.

Es wird ein innerer Ring unter die Vorhaut gesetzt, von außen mit einem kräftigen Gummiband umspannt – und voilá, ähnlich wie bei der “unblutigen” PlastiBell fällt die Vorhaut nach einer Woche ganz von selbst ab, billig, schnell, rasche Heilung, keine Betäubung, keine Nähte, keine sterile Umgebung und keine höhere medizinische Ausbildung erforderlich!

Nur Wegzaubern ist besser!

Das ruandische Gesundheitsministerium hat in einer Studie festgestellt, dass das Instrument sicher und effektiv ist und will es jetzt in seinem “freiwilligen” Beschneidungsprogramm gegen HIV einsetzen, da es geradezu ideal für Afrika mit seiner fehlenden medizinischen Infrastruktur sei.

Die EU habe PrePex auch schon anerkannt, jetzt hofft man auf die Anerkennung der WHO für die Verwendung an Erwachsenen (bisher hat die WHO offenbar nur Beschneidungsklemmen für Säuglinge zugelassen).

Na dann, wollen wir mal hoffen, dass es nicht ähnlich wie bei der PlastiBell zu schwersten Infektionen durch die am Körper verrottende Vorhaut kommt.

Andererseits, wenn deswegen der ganze Penis amputiert werden muss, ist das ja der effektivste Schutz gegen HIV-Infektion, jedenfalls in der “aktiven” Rolle.

Und während wir gerade dabei sind, afrikanische Männer wie Vieh zu behandeln: Man sollte vielleicht auch in Betracht ziehen, männliche Neugeborene auf diese Weise zu kastrieren. Dann entwickeln sie erst gar nicht den fatalen Geschlechtstrieb, der zur HIV-Verbreitung führt. Effektiver Schutz für ganze afrikanische Nationen! Ist in dem Alter auch garantiert schmerzlos, und sie werden sich weder an die Prozedur erinnern noch daran, dass sie einmal anders waren.

Übrigens: In Ruanda beträgt die HIV-Infektionsrate unter beschnittenen Männern 3,8%, unter nicht beschnittenen Männern nur 2,1%…


 

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  • Monique: Hallo, heißt das: Schulden, die man bei Quelle hat und a.d. Universum Inkasso abgetreten wurden –...
  • karl: Ich hoffe nur es gibt nicht noch mehr “Beschneidungszentren 221; in Deutschland, wie dieses hier:...

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