Donnerstag, 9. Februar 2012
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Niet snijden in gezonde kinderen!

Vor kurzem erteilte die amerikanische Kinderärztevereinigung AAP in einem neuen FGM-Positionspapier “milden” Formen von weiblicher Genitalverstümmelung ihren Segen und ist derzeit dabei, diese Einstellung auf scharfe internationale Kritik hin nach und nach zu revidieren.

Nun meldet sich von der anderen Seite des großen Teiches – und scheinbar aus einer vollkommen anderen Welt – die Königliche Ärztevereinigung unseres Nachbarlandes und Fußball-Intimfeindes Niederlande zum Thema Jungenbeschneidung zu Wort.

Die wesentlichen Schlussfolgerungen des KNMG-Positionspapiers:

  • es gibt keine überzeugenden Beweise, dass Beschneidung zur Vorbeugung von Krankheiten oder Hygiene hilfreich oder notwendig ist
  • inbesondere in Betracht von (medizinischen und psychologischen) Beschneidungskomplikationen ist Beschneidung nicht zu rechtfertigen, außer aus medizinischen / therapeutischen Gründen
  • nicht-therapeutische Beschneidung männlicher Minderjähriger steht im Konflikt mit dem Recht des Kindes auf Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit
  • Ärzte sollten Eltern, die Beschneidung in Betracht ziehen, entsprechend aufklären
  • es sollte ein Dialog zwischen Ärzten, Experten und den betroffenen Religionsgruppen stattfinden, mit dem Ziel, nicht-therapeutische Beschneidung männlicher Minderjähriger so weit wie möglich zu unterbinden
  • es gibt gute Gründe, nicht-therapeutische Beschneidung männlicher Minderjähriger zu illegalisieren, allerdings steht zu befürchten, dass sich dann gefährliche Untergrundpraktiken entwickeln

Hup Holland Hup!

Und wann erscheint die entsprechende Stellungnahme der organisierten deutschen Ärzteschaft?

Oder wollen sie ihre holländischen Kollegen (gemeinsam mit einigen standhaften Bremern) eines 10. Dezembers singen hören: “Ohne Deutschland fahr’n wir nach Paris“?


2 Comments

  1. Es steht tatsächlich zu befürchten, dass sich daraus gefährliche Untergrundpraktiken entwickeln,

    ALLERDINGS NUR, wenn es keine Kontrollmaßnahmen gibt, die die Einhaltung eines Verbotes gewährleisten. Anstelle dass die Ärzte, wie in D eher die Komplizen oder die Konkurrenten ( nach dem Motto besser wir “zivilisierten” Genitalverstümmler in unseren klinischen “sicheren” Umgebung, als diese religiösen Barbiere aufm Küchentisch) religiös motivierter Beschneidung und deren Verfechter sind , wären sie endlich das, was man eigentlich schon immer hätte erwarten müssen: Die Beschützer und Verbündete des wehrlosen Kindes!

  2. Es steht tatsächlich zu befürchten, dass sich daraus gefährliche Untergrundpraktiken entwickeln,

    ALLERDINGS NUR, wenn es keine Kontrollmaßnahmen gibt, die die Einhaltung eines Verbotes gewährleisten. Anstelle dass die Ärzte, wie in D eher die Komplizen oder die Konkurrenten ( nach dem Motto besser wir “zivilisierten” Genitalverstümmler in unseren klinischen “sicheren” Umgebung, als diese religiösen Barbiere aufm Küchentisch) religiös motivierter Beschneidung und deren Verfechter sind , könnten sie durch routine Kontrollen der genitalen Integritätvon minderjähren Jungen, endlich zudem werden, was sie eigentlich schon immer hätten sein müssen: Die Beschützer und Verbündete des wehrlosen Kindes!

 

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