Donnerstag, 17. Mai 2012
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Beschneidungssaison! – Vol. 4

Seit dem letzten Blogeintrag zum Thema ist die Zahl der Toten in der südafrikanischen Provinz Eastern Cape langsamer, aber weiter stetig gestiegen und beträgt inzwischen

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Die Zahl der Krankenhauseinweisungen ist schwer zu überblicken, geht vermutlich in die Hunderte.

Die katastrophale Situation ist geprägt von hochgradiger Unvernunft und Klammern an Traditionen:

Seit 2001 müsse, wer in Südafrika Beschneidungen durchführt, eine medizinische Lizenz vorweisen können, doch die traditionellen Führer der Gemeinschaften weigerten sich, dieses Gesetz anzuerkennen. Trotz Aufklärungskampagnen über die Gefahren der illegalen Beschneidungsschulen schickten Eltern weiterhin ihre Kinder dort hin. Auch die ermahnenden Aufrufe, die Jungen vor der Initiation einem Arzt vorzustellen, damit dieser feststellt, ob sie aufgrund von Vorerkrankungen nicht fit genug für eine Beschneidung sind, würden nicht befolgt.

Um dem Gesetz zu entgehen, würden die Jungen immer höher in die Berge und tiefer in die Wälder gebracht. Dadurch komme es zu mehr Todesfällen, da sie nicht rechtzeitig gefunden und in Krankenhäuser gebracht werden könnten. Um die illegalen Beschneider vor Verhaftungen zu schützen, verstecke die Bevölkerung zudem verletzte, erkrankte Opfer, bis es zu spät sei, um sie zu retten.

Von einigen Jungen, die nach dem Ferienende nicht wieder in die Schule gekommen waren, wurde bekannt, dass sie krank daheim lagen und ihre Eltern ihnen nicht erlaubten, ins Krankenhaus zu gehen. Andere Eltern bestünden sogar darauf, dass ihre Söhne trotz Erkrankungen im Busch bleiben, um das Initiationsritual ordnungsgemäß zu beenden. Ein Junge wurde im Krankenhaus soweit gesund gepflegt, dass er nach Hause entlassen werden konnte – doch seine Eltern schickten ihn prompt zurück in den Busch. Nun liegt er wieder im Krankenhaus und ist in kritischem Zustand.

Trotz der widrigen Umstände ist die für Eastern Cape zuständige Gesundheitsbehörde überzeugt, einen noch verheerenderen Ausgang der Saison verhindert zu haben. Ohne ihren Einsatz wäre die Todesrate doppelt so hoch, schätzt ihr Sprecher. Mehr als 200 Jungen seien bereits bis Mitte Juli gerettet worden. Für die Zukunft sind weitere Aufklärungskampagnen geplant und das “Beschneidungsteam” der Gesundheitsbehörde soll verstärkt werden.

(Update der Todesopferzahl am 07.08.2009.)

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      21jähriger Südafrikaner sollte seine Vorhaut essen
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      ……

    2. [...] mit den 53 Toten der Wintersaison und einem weiteren Todesfall “außer der Reihe” im September summiert sich die [...]

     

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