Donnerstag, 17. Mai 2012
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Militante Moslem-Gruppe kämpft gegen Aufsatz im Ärzteblatt

Die medizinisch nicht indizierte, sondern aus rein religiösen Motiven der Eltern durchgeführte Beschneidung von Jungen hat einen Streit zwischen der militanten Vereinigung Milli Görüs und dem ‘Deutschen Ärzteblatt’ geführt.

Schon vor Monaten wiesen die Autoren, die Ärzte Hans-Georg Dietz und Maximilian Stehr sowie der Jurist Holm Putzke, auf die unklare Rechtslage bei solchen Eingriffen hin, Phimose-Info Deutschland berichtete hierzu mehrfach.

Engin Karahan, Mitglied von Milli Görüs, meint dagegen, den Autoren fehle es “an jeglichem Verständnis für religiöse Bedürfnisse”. Dies hingegen lässt der Jurist Holm Putze nicht gelten, denn die Bedürfnisse der Kinder dürften schwerer wiegen, als religiöse Wertevorstellungen der Eltern.

Insbesondere weist der Autor jedoch darauf hin, dass er in dem Aufsatz lediglich gegenüber Ärzten die Empfehlung ausgesprochen hat, bis zur endgültigen juristischen Klärung der Frage der Zulässigkeit derartiger Eingriffe, religiös motivierten Beschneidungswünschen nicht nachzukommen. Diese Empfehlung soll auch nach Phimose-Info Deutschland vorliegenden Informationen seitens der Klinikärzte begrüsst worden sein. Auch müsse an, so Putzke, “als Wissenschaftler seine Gedanken frei äußern und religiöse Traditionen hinterfragen dürfen”.

Karahan dagegen weist darauf hin, dass bei ihm angeblich ständig verzweifelte Eltern anriefen, die keinen Arzt fänden, die den Eingriff vornehmen würden. Daher helfen sich Eltern angeblich “anders” und es käme zu Pfuschereien. Auch sei Putzkes Interesse an dem Thema angeblich nicht wissenschaftlicher Natur, es ginge ihm einseitig darum, den Islam zu kritisieren.

Deutsche Verfasungsschutzorgane werfen Millî Görüs eine “ideologisierte Interpretation“ des Islams vor. Ziel sei es, “die weltliche Ordnung zu überwinden und durch ein islamisches Gemeinwesen zu ersetzen. Funktionäre von Milli Görüs dürfen gemäß eines Beschlusses des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim wegen „Demokratiegefährdung“ nicht nach Deutschland eingebürgert werden. Grund hierfür sollen neben Antisemitismus auch der Islamismus sein, so habe ein Funktionär der Organisation die Islamisierung Europas durch muslimische Einwanderung angedeutet.

Sachliche Argumente, die gegen die Auffassung, die Beschneidung einwilligungsunfähiger Jungen ohne Vorliegen einer medizinischen Indikation könne als gefährliche Körperverletzung strafbar sein, hat die Oganisation bislang nicht vorgebracht.

Umfrage, ob Beschneidungsrituale an Kindern ausdrücklich verboten werden sollten, bei ZEIT.DE

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    1 Comment

    1. Ich denke, in alter Zeit war die Beschneidung der Kinder gerechtfertigt, weil sowohl bei den Juden als auch bei den Moslems den “Heiden” (Götzenanbetern, etc.) eine wichtige Waffe weggenommen wurde, nämlich die Beschneidung der Jugendlichen, was eine Tapferkeitsprüfung war.
      Viele Grüße
      hexxler

     

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